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Haarausfall – Ursachen und medikamentöse Behandlung

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Welche Arten von Haarausfall gibt es?

Grundsätzlich wird der Haarausfall in 2 Haupt-Arten unterschieden: 

Als erstes wird ein über das Normale hinaus gesteigerter Haarausfall genannt, der oft nur vorrübergehender Natur ist und nicht unbedingt zur Glatzenbildung führt. Daneben gibt es die Form des Haarausfalls, der über ein lichter werdendes Haar im Laufe der Zeit zur Glatzenbildung führt.

Von Haarausfall spricht man, wenn täglich mehr als hundert Haare ausfallen. Allerdings können auch schon fünfzig Haare, die täglich an der gleichen Stelle / im gleichen Areal ausfallen, für Sichtbarkeit der Kopfhaut sorgen.

Unterarten des Haarausfalls

Erblicher Haarausfall

Bei dieser Art des Haarausfalls gibt es eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarfolikel gegen das Hormon Dihydrotestosteron ( hängt mit dem Sexualhormon Testosteron zusammen ). Durch diese Überempfindlichkeit wird die Wachstumsphase des Haares verkürzt und die Haarfolikel werden dauerhaft geschädigt. Die Haarfolikel am hinteren Teil des Kopfes und im Nacken sind nicht empfindlich gegen das Hormon und werden deshalb oft auf die lichten Stellen transplantiert.

Typisch für den erblich bedingten Haarausfall sind tiefer werdende Geheimratsecken.

Medikamentöse Behandlung des erblich bedingen Haarausfalls

Diese Art des Haarausfalls kann gut mit Medikamenten behandelt werden. Am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang Propecia, dessen Wirkstoff Finasterid die Bildung des für den Haarausfall verantwortlichen Hormons Dihydrotestosteron hemmt und dadurch die Wachstumsphase der Haare wieder verlängert. Das Medikament muss Dauerhaft angewendet werden, erzielt aber dann sehr gute Resultate. Je früher man(n) mit der Anwendung beginnt, umso sicherer kann der Haarausfall gestoppt werden. Propecia ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, Sie können es jedoch auch ohne Rezept bei folgenden Anbietern, die Ihnen ein ” Online-Rezept” ausstellen, kaufen: dokterOnline ; eruoClinix  Allerdings wirkt die Behandlung mit dem Medikament wirklich nur, wenn Sie es dauerhaft anwenden. Die Behandlung ist auch nicht ganz billig und die gesetztlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in den seltensten Fällen. Als weiteres Medikament zur Behandlung des Haarausfalls kommt Regaine ( Wirkstoff: Minoxidil ) in Frage, welches durch bessere Durchblutung die Lebenszeit der Haare verlängern soll.

Bei einem unabhängigen Test der Stiftung Warentest konnten ausschliesslich die Medikamente Propecia ( Finasterid ) und Regaine ( Minoxidil ) überzeugen. Alle anderen Medikamente und Mittelchen waren mehr oder weniger wirkungslos bei erblich bedingten Haarausfall.

Der kreisrunde Haarausfall

Betroffen sind meist bestimmte Areale des Kopfes, auf denen die Haare aufgrund einer Entzündung ausfallen. Der kreisrunde Haarausfall kann auch mehrere Stellen gleichzeitig betreffen. Man nimmt an, dass es sich dabei meist um eine Autoimmunreaktion handelt, vergleichbar mit einer Allergie. Körpereigene Zellen verursachen also diese Form des Haarausfalls, die nach Schätzungen bis zu einem Anteil von 25 % erblich bedingt sein kann.

Behandlung kreisrunder Haarausfall

Als sehr effektiv hat sich eine Behandlung namens topische Immuntherapie erwiesen. Dabei wird Diphenylcyclopropenon auf die Kopfhaut aufgetragen, sozusagen eine Ablenkaktion, damit die körpereigenen Immunzellen mit der Bekämpfung des Wirkstoffes beschäftigt sind und die Haarwurzeln ” in Ruhe lassen ” . Die Haarausfallbehandlung mit DCP ist oft sehr wirkungsvoll und kann – je nach Schwere – bis zu eineinhalb Jahre. Auch die Kosten für diese Behandlung muss der Patient in der Regel selbst tragen.

Der diffuse Haarausfall

Man spricht von diffusem Haarausfall, wenn die Haare über den ganzen Kopf verteilt ausfallen. Die Ursachen für den diffusen Haarausfall sind vielfältig, beispielsweise Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten, infektiöse Erkrankungen, Überproduktion von Talg und besonders häufig bei Krebsbehandlungen. Haarausfall kann auch durch übertriebene Diäten und Mangel an verschiedenen Vitaminen und Spurenelementen verursacht werden. Die Ursachen des Haarausfalls können nur durch eine umfangreiche Blutuntersuchung geklärt werden.

 

 

 

 

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